Die Natur im Annaberger Land

Energie für die Zukunft

Wasserturbine Niederschmiedeberg

Die Suche nach ökologischen und wirtschaftlich rentablen Energiequellen ist ein Hauptfaktor in der weiteren Entwicklung der Region. Die Zukunft fordert ideenreiches Handeln.

Im Annaberger Land sind als Beitrag zur Verbesserung der Umweltsituation in den letzten Jahren an 3 Standorten (Satzung, Jöhstadt, Großrückerswalde) konzentriert Windkraftanlagen errichtet worden. Die 12 Anlagen deutscher und dänischer Herkunft in Jöhstadt bilden den größten Windpark in einer Mittelgebirgsregion. Sie haben eine Nennleistung von 5 MW. Mit diesen technischen Voraussetzungen ist ein Jahresertrag von ca. 8 Millionen kWh erreichbar. Die offene Kammlandschaft in einer Höhenlage von über 800 m bietet die beste Voraussetzung für einen optimalen Betrieb.

Ebenso gilt der Energieerzeugung durch Wasserkraft eine entsprechende Aufmerksamkeit. Anlagen dieser Art arbeiten an der Preßnitz. Auch der nachwachsende Rohstoff Holz ist eine Energiequelle, die wieder stärkere Bedeutung erlangt. Moderne Heizungsanlagen auf Holzbasis arbeiten mit hohem Wirkungsgrad.

Erste Erfahrungen mit Bio-Diesel, einem Kraftstoff auf pflanzlicher Basis, sammeln Taxifahrer im Landkreis Annaberg.

Landschaftspflege und Naturschutz

Lehrpfad "Hagebuttenweg"

Eine alte Kulturlandschaft, die seit rund 800 Jahren durch die Hand des Menschen geformt wurde, besitzt ein kompliziertes ökologisches System. Eine gezielte Pflege und der Schutz von Teilen dieser Landschaft ist dabei unverzichtbar.

Das aktive Handeln von Naturschützern hat auch in der Bevölkerung und bei den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft Einsichten reifen lassen. Nicht nur das Ausgrenzen, sondern auch das bewußte Einbeziehen von Menschen u. a. durch die Gestaltung von Lehrpfaden, so dem Hagebuttenweg zwischen Mildenau, Geyersdorf, Königswalde, dem Baumlehrpfad in Arnsfeld und dem Vogellehrpfad in Plattenthal, wird den Aufgaben des Naturschutzes gerecht.

Besondere Refugien für bestimmte Tierarten bilden die Heckenstrukturen, die vor allem in den alten Bauerndörfern und am östlichen Pöhlberghang zu finden sind. Auch als landschaftsprägende Elemente und Zeugnisse bäuerlichen Fleißes sind sie von besonderer Bedeutung. Unter Schutz gestellte Biotope, in denen seltene Pflanzen gedeihen, sind das Rauschenbachtal zwischen Arnsfeld und Mildenau sowie die Hochmoore bei Satzung und Kühnhaide.

Verantwortungsvoller und sensibler Umgang mit den Werten der Natur sollten bei allem Handeln, ob im privaten oder öffentlichen Bereich, stets Beachtung finden.