Museen der Region

Adam-Ries-Museum Annaberg

Adam Ries, der "Rechenmeister des deutschen Volkes", wirkte während der Blütezeit des erzgebirgischen Silberbergbaus in Annaberg . Seine Wohnstätte, in der zugleich die von ihm geführte Rechenschule untergebracht war, beherbergt heute eine Memorialausstellung und steht unter Denkmalschutz. Neben einem Überblick zu Leben und Werk von Adam Ries erhält der Besucher Informationen zu historischen Rechenverfahren und -meistern, historischen Rechenbüchern sowie Maßen und Gewichten im alten Sachsen. Im Obergeschoss befindet sich eine Ausstellung zu Leben und Wirken von Barbara Uthmann. Nach Voranmeldung können die Annaberger Rechenschule sowie die mathematisch-genealogische Bibliothek besucht werden.

Crottendorfer Räucherkerzenmuseum

Aus Holzkohle, Kartoffelmehl als Bindemittel, Sandelholz, Rotbuchenmehl und einigen anderen Ingredenzien zur leichten Entflammbarkeit werden in Crottendorf Räucherkerzen hergestellt. Dem Rohbrei fügt man noch Duftstoffe bei, wie z.B. Weihrauch, Ambra, Lavendel, Mastix, Perubalsam oder Kumarin. Das Museum zeigt eine Vielzahl von Räucherkerzen in unter-schiedlichsten Duftnuancen, Formen und Größen, Geräte für die Herstellung, Fotos aus der Firmengeschichte und vieles andere mehr. Mo-Fr. von 8-15 Uhr geöffnet oder nach Voranmeldung.

Eisenbahnmuseum Walthersdorf

Der Bahnhof Walthersdorf ist ein typisch sächsischer Bahnhof einer Nebenbahn. Er wurde im Ursprungszustand erhalten und restauriert und umfasst Empfangsgebäude, Güterschuppen, Wirtschaftsgebäude, Verladerampe, Stellwerk und Schrankenanlage. Im Inneren dokumentieren Exponate die geschichtliche Entwicklung der Eisenbahn Sachsens von der Gründerzeit bis zur Deutschen Reichsbahn.

Erzgebirgsmuseum Annaberg

Das Regionalmuseum des oberen Erzgebirges zeigt eine ganze Reihe von Sachzeugen, die mit der Region Annaberger Land in enger Verbindung stehen. Die Ausstellung informiert u.a. über den Bergbau, das Münzwesen, das Handwerk (Zinn, Keramik), das textile Gewerbe (Posamenten, Klöppeln) und stellt das bürgerliche und bäuerliche Leben vor.Angeschlossen an das Haus ist das Besucherbergwerk "Im Gößner", das die Besucher in die Tiefe der Bergstadt führt, dorthin, wo vor rund 500 Jahren die Bergknappen Silber gefördert haben.

Frohnauer Hammer

Aus einer 1436 errichteten Getreidemühle, die später als Münze und Hammerschmiede diente. Der Museumsrundgang führt die Besucher zuerst in das historische Hammerwerk, wo der kleine Hammer und die Blasebälge in Funktion vorgeführt werden. Im Obergeschoss zeigt eine Ausstellung die Erzeugnisse, die einst hier gefertigt wurden. Die Präsentation in der gegenüber-liegenden Volkskunstgalerie widmet sich der bergbaulichen Thematik und der Volkskunst des Schnitzens. Im Herrenhaus in den Wohnräumen der ehemaligen Hammermeister- familie Martin erklärt und zeigt eine Klöpplerin die traditionelle Technik des erzgebirgischen Spitzenklöppelns.

Heimatmuseum im Schloss Wolkenstein

Die Ausstellungsräume befinden sich im Südflügel des Schlosses Wolkenstein, das vermutlich in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts von den Waldenburgern erbaut wurde. Im Museum erfährt man Interessantes zur Geschichte von Schloss und Stadt. Es sind neben einem Stadtmodell zahlreiche Zeugnisse früher ansässiger Handwerkszünfte, wie Posamenten- und Schuhmacher- hersteller, zu sehen. Die ausgestellten Lichterhäuser und Pyramiden sind seltene Exponate traditioneller erzgebirgischer Volkskunst. Die kleine, aber eindrucksvolle Ausstellung "Land der Amethyste" ist nicht nur für Mineralienkenner sehenswert.

Heimatmuseum Scheibenberg

Das Heimatmuseum Scheibenberg befindet sich in einem schönen Barockgebäude aus dem Jahre 1743 am Markt (Apotheke). Durch ein stattliches Portal mit den verschlungenen Initialen des Erbauers, vorbei an barocken Eichenschränken erreicht man über gewölbte Treppenaufgänge das Museeum. Mit dem Eintritt durch ein schmiedeeiserens Tor beginnt die Reise in die Vergangenheit. Es werden Utensilien aus Handwerk und Gewerbe der letzten zwei Jahrhunderte vorgestellt, Urgroßmutters gute Stube ist vorhanden, der mühselige Waschtag wird vorgestellt. Für Kinder ist der Besuch eine Bereicherung des Heimatkundeunterrichts.

Mauersberger-Museum Mauersberg

Das Museum verwaltet einen Teil der Nachlässe zweier berühmter sächsischer Kirchenmusiker und Kantoren, die ein Leben lang ein sehr enges und herzliches Verhältnis zu ihrem Heimatort Mauersberg bewahrten. Rudolf Mauersberger (Kreuzkantor in Dresden von 1930 bis 1971) und sein Bruder Erhard Mauersberger (Thomaskantor in Leipzig von 1961 bis 1972) führten ihre Chöre zu künstlerischen Höchstleistungen und faszinierten durch ihre Gestaltungskraft und Persönlichkeit. Das kleine Museum erinnert in einfühlsamer und anschaulicher Form an das Leben und Wirken dieser Kantoren.

Preßnitztalmuseum Niederschmiedeberg

Das Preßnitztalmuseum gibt in drei Räumen einen Überblick zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Preßnitztalregion, deren Orte zu Sachsen und Böhmen gehören. Im Mittelpunkt stehen dabei die Eisengewinnung und Eisenver- arbeitung in den Hammerwerken, das Bauhandwerk, die Pappenindustrie, Waldwirtschaft und Jagd sowie die alte Preßnitztalbahn von Wolkenstein nach Jöhstadt. Ein Raum ist der Entwicklung des Kühlgerätebaus und der Typenvielfalt von Kühlschränken gewidmet.

Schloss Schlettau

In diesem zauberhaften Schloss in Schlettau, das in den vergangenen Jahren grundhaft sanierte und denkmalgerecht restaurierte wurde, befinden sich Museumsräume zu verschiedenen Themen wie z.B. ein Zentrum für Wald und Wildgeschichte, das Naumannzimmer mit dem Schlossmodell, ein Eisenbahn-zimmer und eine Sammlung erzgebirgischer Landschaftskunst sowie eine Posamenten- und Kräuterlikörschauwerkstatt. Der schönste Raum im Schloss ist der Rittersaal.