Förderperiode 2007 bis 2013

Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE)

Für den Zeitraum 2007 - 2013 gab es ein Förderprogramm der EU für den ländlichen Raum. ILE steht für Integrierte Ländliche Entwicklung und beinhaltet die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER). Ziel der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) ist die Zusammenarbeit der gesamten Region auf der Grundlage einer gemeinsamen Handlungsstrategie, dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept ILEK.

Im Ergebnis eines sachsenweiten Wettbewerbes erhielt die Region Annaberger Land vom damaligen Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Prof. Wöller, den Status LEADER-Gebiet zuerkannt. Die Abkürzung LEADER kommt aus dem Französischen und bedeutet: Liasons Entre Actions du De´velopment de I' Economie Rurale und heißt übersetzt: "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft". Diese Strategie sollte dabei nicht vorrangig auf die Beschaffung von Fördermitteln ausgerichtet sein, sondern auf die tatsächlich abgestimmte gemeinsame Entwicklung der Region. Die ILE war als Prozess ressortübergreifend (integriert) angelegt und nutzt dabei alle Förderrichtlinien des Freistaates, oft mit einer regionalen Prioritätensetzung.

Die Möglichkeiten dieses Förderprogrammes in unserer Region waren vielfältig. Schwerpunkt war dabei die Förderrichtlinie "Integrierte Ländliche Entwicklung" (RL ILE/2011).

Darüber hinaus gab es in Sachsen zahlreiche Fördermöglichkeiten, welche die ILE ergänzten. Ziel der Richtlinie war die Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse, d. h. Chancengerechtigkeit unabhängig vom Wohnort in allen Teilräumen des Freistaates. Insbesondere sollten die Arbeits- und Lebensverhältnisse gestärkt und jungen Menschen günstigere Entwicklungsmöglichkeiten im ländlichen Raum Sachsens eröffnet werden.

Jeder in der Region war aufgerufen, sich aktiv an dem Prozess zu beteiligen. Angesprochen waren Kommunen, Vereine, Firmen, Kirchen und Privat, die aktiv etwas mit verändern bzw. auch selbst Förderanträge stellen wollten.

Wenden Sie sich an das Regionalmanagement, das Ihnen zu allen Ergebnissen kompetent und unkompliziert Auskunft erteilt.

Lokale Aktionsgruppe (LAG)

Der Verein zur Entwicklung der Region Annaberger Land e.V. war die Lokale Aktionsgruppe in der Region Annaberger Land. Als Träger der Integrierten Ländlichen Entwicklung war die LAG zuständig für die Umsetzung des ILEK und der Maßnahmen im Förderzeitraum. Sie war verantwortlich für die Einhaltung von Richtlinien, Verordnungen und Nebenbestimmungen der ILE. Organisation und Koordinierung übernahm und übernimmt ein sogenanntes Regionalmanagement, was der LAG unterstellt ist.

Regionalmanagement (RM)

Hans Feller (links) und Steffi Haustein
informieren einen Interessenten
über Fördermöglichkeiten

Das Regionalmanagement war und ist Ansprechpartner für alle Belange rund um das Thema Ländliche Entwicklung. Dorthin kann sich ein jeder wenden, der Beratungsbedarf hat. Neben dem Akquirieren und Motivieren potentieller Akteure gehörten auch organisatorische, koordinierende und projektbegleitende Arbeiten zu den Schwerpunkten der Tätigkeit. Die Mitarbeiter des Regionalmanagements qualifizierten gemeinsam mit den Projektträgern die Projektidee und prüften, in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt als Bewilligungsbehörde, die Maßnahme vor. Die Unterstützung der Antragsteller reichte bis zur Zusammenstellung des Zuwendungsantrages, ehe er beim Landratsamt als zuständige Förderbehörde eingereicht wurde. Weiterhin wurden durch das Regionalmanagement die Sitzungen des Koordinierungskreises und der verschiedenen Arbeitsgruppen vor- und nachbereitet. Außerdem oblag dem Regionalmanagement die Öffentlichkeitsarbeit.

Kontakt:
Regionalmanagement Annaberger Land
Hauptstraße 91
09456 Mildenau OT Arnsfeld
Tel.: 037343-88644
Fax: 037343-88645
Email: info[@]annabergerland.de

Ansprechpartner für die Förderperiode 2007-2013:
Regionalmanager: Andi Weinhold
Mitarbeiterin: Steffi Haustein

Koordinierungskreis (KK)

Der Koordinierungskreis war das regionale Entscheidungsgremium für die Auswahl von Projekten bei der Umsetzung des ILEK. Dieses setzte sich zusammen aus Vertretern von Kommunen, Wirtschafts- und Sozialpartnern sowie anderer Vertreter der Zivilgesellschaft der Region. Die Arbeit des Koordinierungskreises unterlag einer Geschäftsordnung. Die Sitzungen fanden je nach Bedarf statt und waren nicht öffentlich. Befunden wurde über die Förderwürdigkeit vorgelegter Anträge im Rahmen der regionalen Budgets. Die Auswahl der Projekte erfolgte anhand von Projektauswahlkriterien und einer regionalen Prioritätenliste.

 

Zusammensetzung Koordinierungskreis Förderperiode 2007-2013

Zusammensetzung Koordinierungskreis Förderperiode 2007-2013

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Koordinierungskreis-Sitzungen - Termine und Protokolle

Koordinierungskreis-Sitzungen - Termine und Protokolle

07.09.2011 Oberscheibe Protokoll Beschlüsse
05.10.2011 Umlaufverfahren Protokoll Beschlüsse
21.10.2011 Umlaufverfahren Protokoll Beschlüsse
07.12.2011 Crottendorf Protokoll Beschlüsse
25.01.2012 Königswalde Protokoll Beschlüsse
13.03.2012 Umlaufverfahren Protokoll Beschlüsse
18.04.2012 Tannenberg Protokoll Beschlüsse
01.06.2012 Umlaufverfahren Protokoll Beschlüsse
11.06.2012 Umlaufverfahren Protokoll Beschlüsse
25.07.2012 Umlaufverfahren Protokoll Beschlüsse
24.10.2012 Warmbad Protokoll Beschlüsse
28.11.2012 Jöhstadt Protokoll Beschlüsse
25.03.2013 Umlaufverfahren Protokoll Beschlüsse
08.07.2013 Umlaufverfahren Protokoll Beschlüsse
23.10.2013 Cranzahl Protokoll Beschlüsse
04.12.2013 Thermalbad Wiesenbad Protokoll
26.03.2014 Umlaufverfahren Protokoll Beschlüsse
04.12.2014 Bärenstein Protokoll

Antragsweg

  1. Kontaktaufnahme mit dem Regionalmanagement - Prüfung, ob die Fördervoraussetzungen erfüllt sind
  2. Antragsteller sendet per E-Mail an das Regionalmanagement: eine Projektskizze, 3 Digitalfotos, Lageplan
  3. Vorprüfung durch das RM in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt (Bewilligungsbehörde)
  4. Bei positivem Vorprüfungsergebnis: Vorstellung des Projektes und Votierung im Koordinierungskreis
  5. Bei positivem Votum durch den Koordinierungskreis: Regionalmanagement informiert den Antragsteller
  6. Ausarbeitung der Antragsunterlagen durch den Antragsteller mit Unterstützung des RM
  7. Abgabe des Antrages beim Regionalmanagement zur Prüfung auf Vollständigkeit
  8. Weiterreichung des Antrages durch das Regionalmanagement an die zuständige Bewilligungsbehörde

Förderrichtlinie und Antragsformulare

Förderrichtlinie und Antragsformulare konnten aus dem Internet von der Homepage des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft als PDF-Dateien bezogen werden. Adresse: http://www.smul.sachsen.de/foerderung/85.htm

Es gab bei uns aber auch Antragsformulare in digitaler Form, also am PC ausfüllbar. Informationen unter Tel.: 037343-88644 oder E-Mail: info@annabergerland.de.

Realisierte Projekte im Annaberger Land

Eine Übersicht der realisierter Projekte finden Sie unter dem Menüpunkt "Realisierte Vorhaben 2007-2013".

Evaluierung Förderzeitraum 2007 - 2013 abgeschlossen

Regionalkonferenz in Thermalbad Wiesenbad

Die Arbeit an der Schlussevaluierung umfasste in den vergangenen Monaten die Endauswertung der Fragebogenaktion und die Aktualisierung statistischer Daten für eine Regionalanalyse. Der in der Förderperiode 2007-2013 erzielte Arbeitsstand wurde in einem Workshop am 5.6.2013 in Mildenau und in einer Regionalkonferenz am 05.07.2013 in Thermalbad Wiesenbad dargelegt. Zur Regionalkonferenz waren Akteure der ILE, Projektträger sowie die Öffentlichkeit geladen. Am 04.12.2013 hat der Koordinierungskreis in seiner Sitzung den Bericht zur Abschlussevaluierung beschlossen. Das Resümee fiel positiv aus. Der Verein hat mit seiner Arbeit ein Stück dazu beigetragen, das Annaberger Land lebenswerter zu gestalten. Allein über die Richtlinie Integrierte Ländliche Entwicklung wurden in den vergangenen Jahren 185 Einzelprojekte mit Fördermitteln unterstützt. Ein Dank geht an alle Prozessakteure, Projektträger und sonstige Bürger die sich an der Befragung beteiligen und damit zu einer aussagekräftigen Bewertung und praxisnahen Sichtweise beigetragen haben. Die Abschlussevaluierung finden Sie hier.